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Der Winter ist noch weit und das  Hoch breitet sich schon wieder weiter nach Osten aus. Chancen für weitere Studien am Strand….

Doch noch einmal zurück zum letzten wirklichen Sommertag (Freitag,6,9.) mit idealen Verhältnissen: vom Ostwind geglättetes, glasklares,  (rel.) warmes Wasser, keine Wolke am Himmel und nur noch  wenige Urlauber. Langsam wird der Weststrand wieder zu der  wilden Urlandschaftsidylle, in der man  sofort fühlt, dass dies ein besonderer Platz ist.

Das Malen mit Pastellkreiden ist in dieser Umgebung, quasi „zurück zur Natur“  so ursprünglich, wie es nur geht. Einfach am Boden sitzend, die farbigen Pigmente mit den Fingern in das Papier reibend, das kleine Pastell-Kästchen im Sand,  den Block auf den Knien und sonst nichts. Das ist so, als ob man zu den Ursprüngen der Malerei zurückkehrt. Fehlt eigentlich nur, das man den Sand direkt bemalen könnte (renaturierbar versteht sich….).

So, nun aber endlich zu den drei! Skizzen, die hier entstanden sind:

Kiefer

Strandkiefer
10x21cm, Daler Rowney Pastelle

Kiefer

Strandkiefer
10x10cm, Daler Rowney Pastelle

Buche

Strandbuche
10x10cm, Daler Rowney Pastelle

Die typische Strandkiefer an der Abbruchkante der Düne: Zerzaust und knorrig, Äste in alle Richtungen verzweigend, vom Sturm gezwungen,  die flüchtende Form anzunehmen. Dazu ein abwechslungsreiches Farben- und Lichtspiel zwischen lebenden und abgestorbenen Ästen.

Die typische Strandbuche: graubläuliche glattgeschmirgelte Stämme, meist kaum verzweigt bis zur niedrigen, gestauchten und vom Wind wegstrebenden Krone. Kurze, vom salzigen Wind schon leicht rötliche Blätter lassen auf den ersten Blick kaum erkennen, dass man hier Rotbuchen vor sich hat, oder doch nicht?

(Meine Erklärung als Laie, nach Darwin:
Die Buchen im geschützen Bereich wachsen natürlich groß und üppig, doch mit dem Näherkommen der Wasserlinie müssen immer mehr große Bäume weichen und nur die kleiner und kompakter wachsenden haben jetzt eine Chance stehen zu bleiben, bis auch sie letzen Endes vom Sturm gefällt und vom Wasser geholt werden. Für uns sieht es so aus, als ob es sich um verschiedene Arten handelte, weil wir nur einen zeitlichen Ausschnitt aus der gesamten Entwicklung betrachten können. Im Zeitraffer könnten wir das dramatische Schauspiel besser verstehen).

p.s.: meine Strandbuche ist eine absolute Ausnahme, die in einer kleinen Mulde relativ  ausgreifend mit einer großen Krone aber sehr vielen kleinen Ästen gewachsen ist. Für die Skizze habe ich sie an die Dünenkante versetzt. Dort hätte sie so nicht überlebt….

—-english version————————————————————-

The winter is still far and high pressure area spreads again further to the east. Opportunities for further studies on the beach ….

But again, back to the last real summer day (Friday, 6.9.) With ideal conditions: the east wind smoothed, crystal clear, (relative) warm water, not a cloud in the sky and only a few tourists. Slowly the west beach is back to the wild scenery, where you feel immediately that this is a special place.

Painting with pastels is in this environment, almost „back to nature“ as original as it gets. Simply sitting in the sand, the colored pigments rubbing  into the paper with fingers, the small pastel box in the sand, the block on the knees and nothing else. It’s as if you go back to the origins of  painting. Actually just missing that one could paint the sand directly (recycable of course..).

So, now, but finally the three! Sketches that were created here:

the typical beach pine to the rim of the dune.  Disheveled and gnarled, branches in all directions, forced by to storm to take the fleeing form. Plus varied colors and light play between live and dead branches.

The typical beach book: bluish gray sanded tribes, mostly hardly branched to low, upsetted crowns which extend away from the wind. Short leaves, already slightly red from the salty wind  let you hardly recognize that those are beeches, right?

(My explanation as a layman, after Darwin:
The beech in the protected area naturally grow tall and lush, but with the approach of the water line more and more large trees must give way and only the smaller and more compact growing could survive. Until  storm cuts them  and sea take them away, too. For us, it looks as if they were different species because we can only consider a temporal section of the development. In time-lapse we could better understand the dramatic spectacle).

ps: my  beech is an absolute exception, which is grown with a large crown and many small branches reaching out in a relatively small depression. For the sketch I have moved it to the edge of a dune. There, they would not have survived  ….
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