Rückblick 2011

Jahresrückblick 2011: der Text-Link führt zum Blogeintrag. 

Das zweite Jahr als freischaffender Künstler im Sinne von frei, d.h. vor allem noch frei von stilistischen Zwangsjacken das zu malen, was mich berührt, angeregt oder interessiert hat und noch immer weit entfernt von jeder kommerziellen Idee.

Aus verschiedenen Gründen,  war das Schaffenstempo langsamer und es entstanden weniger Bilder als im Jahr davor. Hin und wieder sind künstlerische Entwicklungen zu erkennen,

swakopstudie, Ausschnitt

z.B in Swakopstudie , die im Ausschnitt ansatzweise expressionistische Züge zeigt.. Im großen und ganzen kann das Jahr aber unter Festigung des bisher gelernten, oder der sicheren Anwendung der bekannten Grundlagen eingeordnet werden.

Die geheimnisvolle, ursprüngliche Aufregung vor einem neuen Bild ist kaum mehr zu spüren. Die Suche nach dem richtigen Papier , die Auswahl der Farb-Palette , die ersten Striche, das alles ist jetzt Routine. Immerhin hat es zwei Jahre gedauert, bis ich ein neues Motiv mit der Gewissheit angehen kann, die dazu notwendige Technik auf jeden Fall zu kennen und vielleicht sogar zu beherrschen.Trotzdem ist es noch es was anderes, die eigene Vorstellung wirklich auf das Blatt zu bringen. Das Bild vor dem geistigen Auge, entwickelt sich schon nach den ersten Strichen auf dem Papier weiter, koppelt dann auf die Vorstellung zurück usw. Noch stärker ist der Einfluss der Farben!

herbststudie

Herbsträtsel: 21X30cm, blauer Zeichekarton, vanDyke Pastellkreiden

Beispiel Herbststudie:

Die Idee, den November mit seinen diffusen Farbnebeln einzufangen, endete in meinem Bild wieder in leuchtenden Farben. Ein schöner Effekt. Das erste blaugrün, flankiert mit karminrot /magenta wirkten auf dem blauen Untergrund so leuchtend, das sie mich über weitere Veränderungen und Anpassungen zu einem ganz anderen Bild führten.

So ist es mir eigentlich mit vielen Bildern gegangen und deshalb findet sich oft der Satz im Blog: „ das Motiv werde ich in weiteren Bildern oder Versuchen noch einmal aufgreifen…“. In der Praxis bin ich außer bei den Darß-Windflüchtern  noch nicht wirklich zu einer echten Serie gekommen. Die Steilküste ist allerdings auch ein Thema, das immer mal wieder auftaucht, z.B.:

das Januar Bild:  Ahrenshoop Kliff #3

ahrenshoop kliff, 21x30cm

lebhafte, Farbkontraste erzeugen den für Pastellkreiden eigentlich schwierigen Leuchteffekt.

Auch im Februar ein Top-Bild: eingefroren II. Polar-Himmel und Eis wirken echt. Das Schiff surreal – Vielleicht nur ein Ausschnitt aus einem späteren, großen Bild, wer weiß….

Der März war wohl der produktivste Monat im ganzen Jahr. Die Kreidefelsen-Bucht mit dem blauen, ocker, braunroten Buchen- und Eschenwald (hier lege ich mich nicht fest, aber einfach nur von kahlen Bäumen zu sprechen ist mir zu unpoetisch). Dieses Werk ist immer noch mein Blog-Titel!

Das Mai-Bild zeigt noch die vereiste  Polarküste, blue peace

Polarküste, 30x21cm, dblauer Karton, Rembrandt.Kreiden

polarküste, blue peace, Pastell auf blauen Karton 22x30cm

obwohl es bei  un schon sehr schön, fast zu trocken war. Es ist das erste monochrome Farbbild, indem eigentlich außer blau gar keine Farbe enthalten ist.

Begeistert von der Wirkung des dunkelblauen Kartonuntergrundes, entstand im Juni die erste Darß-Ansicht, die nicht in die bisherige Serie passte. Ein wenig sollte auch die Kontrastwirkung ausprobiert werden. Die räumliche Tiefenwirkung ist gut gelungen.

Im Juli gelang es mir endlich den Auftrag „Sonnenuntergang am Meer“ mit dem ersten wirklich roten Bild zu erfüllen. Ein sehr schönes Bild, denke ich. Es stimmt fast alles.

Boot vor Sonnenuntergang, 30x40cm

Und im August der Versuch, schöne, blaue Windflüchter für meine Serie zu malen, die mir aber nicht so richtig gefallen. Dafür gefällt mir die Straßenkaffeeszene Strandbad Mitte, die im September entstand, umso besser. Auch das Oktober-Bild kann sich sehen lassen: Sandkonturen und blaue Baumgerippe, beides immer wieder faszinierend. 

Das Novemberbild Herbststudie ist oben schon zu sehen und für den Dezember ist es noch einmal die Steilküste, in einer betont kontrastreichen Variante. Die sehr linear ausgeführten Kohlezeichnung Devin light  die nur hauchzart koloriert ist, sei hier das letzte im Rückblick-


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